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Letztes Update 2026/02/14 16:36
Die Installation erfolgt auf einem Raspberry Pi 4 mit 4GB RAM. Eine lauffähige Installation mit Pi OS (64-bit) wird vorausgesetzt. Es reicht die Light-Version. Hinweise zur Installation sind hier zu finden.
Docker lässt sich einfach auf dem Betriebssystem von Raspberry Pi installieren. Das Docker-Team hat dafür ein eigenes Installationsskript bereitgestellt. Im ersten Schritt muss das Skript herunterladen und ausgeführt werden. Das funktioniert per curl-Command.
curl -fsSL https://get.Docker.com -o get-Docker.sh && chmod +x get-Docker.sh
Wenn hier die Meldung erscheint, das curl nicht vorhanden ist, curl installieren:
sudo apt install curl
Die Ausführung des nächsten Befehls dauert ein wenig, also 1, 2 Minuten warten:
sudo ./get-Docker.sh
Im Beispiel ist der Nutzername pi, sofern ein anderer verwendet wird, den Namen austauschen:
sudo usermod -a -G docker $(whoami)
Kontrollieren, ob der User der Gruppe docker angehört:
groups ${USER}
Nun wird der Raspberry neu gebootet, damit die Installation und die Konfiguration umgesetzt werden können.
sudo reboot now
newgrp docker
Damit sind die Vorbereitungen eigentlich fertig. Wenn man möchte, kann man einen kurzen Test machen, ob Docker reagiert:
docker run hello-world
Nachdem es die Applikation Hello World im Docker Container noch nicht gibt, erscheint eine Fehlermeldung, dann wird wird die Applikation nachgeladen.
Unable to find image 'hello-world:latest' locally latest: Pulling from library/hello-world 478afc919002: Pull complete Digest: sha256:d000bc569937abbe195e20322a0bde6b2922d805332fd6d8a68b19f524b7d21d Status: Downloaded newer image for hello-world:latest . . . . . .
Da kommen jetzt ein paar Sätze, wenn alles korrekt läuft.
Version von Docker Compose kontrollieren:
docker compose version
Zum aktuellen Zeitpunkt ist die Docker Compose version v5.0.1
Portainer ist selbst ein Docker-Container und bietet eine grafische Benutzeroberfläche für Docker. Das bedeutet, dass eine normale Browseroberfläche vom PC aufgerufen werden kann, um Docker-Container bequem zu installieren, löschen, starten usw.
Dafür wird ein Volume für die Konfiguration angelegt.
docker volume create portainer_data
Nun wird die Anwendung installiert. Docker run bedeutet, dass ein Container anhand eines Images gebaut wird, welches zuvor heruntergeladen wurde. Die Ports 8000 und 9443 werden aus dem Container nach außen sichtbar gemacht, damit wir später per Netzwerk darauf zugreifen können. Es werden noch ein paar Sachen festgelegt, wie zum Beispiel Start always, was bedeutet, dass dieser Container automatisch nach jedem Reboot neu gestartet wird. Außerdem gibt es noch ein paar weitere Einstellungen, wie zum Beispiel die Verwendung von TCP Sockets für die interne Verbindung. Am Schluss gibt es noch -v portainer_data, damit Docker weiß, dass ein Volume vorhanden ist mit dem es über das Dateisystem kommunizieren kann.
docker run -d -p 8000:8000 -p 9443:9443 --name portainer --restart=always -v /var/run/docker.sock:/var/run/docker.sock -v portainer_data:/data portainer/portainer-ce:latest
Nach der Installation den Portainer neu starten:
sudo docker restart portainer
Alternativ dazu:
docker stop portainer docker start portainer
Nach dem Start wird das Image nachgeladen und eingerichtet.
Nach dem Abschluss der Installation kann der Portainer im Explorer durch Eingabe von https://<IP>:9443 aufgerufen werden. Die Meldung, dass das eine unsichere Verbindung ist, kann ignoriert werden. Um diese Meldung in weiterer Folge zu vermeiden kann eine Ausnahme hinzugefügt werden. Die Fehlermeldung kann auf alle Fälle ignoriert werden.
Portainer wird im Browser aufgerufen durch:
https://<IP>:9443
Wenn bei der Installation alles richtig gelaufen ist, erscheint nun der Anmeldebildschirm.
Beim ersten Aufruf des Portainers muss ein Passwort mit mindestens 12 Zeichen Länge eingegeben werden.
PW für Installation: kloburgkloburg
docker ps
Durch den Befehl docker ps an der Konsole wird der Status der eingerichteten Container angezeigt.
Siehe docker ps --help.
Falls im linken, unteren, Teil des Fensters eine neue Version ângezeigt wird, kann die Version aktualisiert werden. Man kann zwar auf Dismiss klicken, dann verschwindet die Anzeige, beim nächsten Start ist diese Anzeige wieder zu sehen.
Eine SSH-Verbindung zum Server herstellen. An der Konsole den Portainer Prozess stoppen und anschließend Portainer löschen:
docker stop portainer docker rm portainer
Das aktualisierte Portainer-Image laden:
docker pull portainer/portainer-ce:latest
Falls die Business Edition installiert ist, dann:
docker pull portainer/portainer-ee:latest
Den aktualisierten Portainer-Container mit den gleichen Parametern starten, wie bei der Erstinstallation:
docker run -d -p 8000:8000 -p 9443:9443 --name portainer --restart=always -v /var/run/docker.sock:/var/run/docker.sock -v portainer_data:/data portainer/portainer-ce:latest
Nach dem Start des Docker-Images ist Portainer wie üblich mit https://<IP>:9443 erreichbar.
Es ist zwar nicht unbedingt notwendig und bisher gab es nochh keinen Datenverlust beim Update, aber sicherheitshalber ein Backup der Konfiguration zu erstellen ist sicher empfehlenswert und nicht aufwändig. Das Backup erfolgt über die WEB-Oberfläche. Man muss als Administrator angemeldet sein. Im Menü Settings / General die Seite nach unten scrollen und auf Download backup file klicken.
Auf <key>Download backup</key> klicken. Eine .tar.gz Datei wird in das Downloadverzeichnis des PC gespeichert.
Bei einer neuen Installation kann dieses Backup im „Initial Setup“-Bildschirm hochgeladen werden.
Beim ersten Aufruf oder in einem sonstigen Fehlerfall wird der Portainer nicht aktiviert oder heruntergefahren. Nach der Installation wird folgende Fehlermeldung angezeigt:
Den Portainer neu starten:
sudo docker restart portainer
Um die Mindestlänge des Einstiegspasswortes in Portainer anzupassen, in den Settings die Authentication aufrufen und im Abschnitt Password rules den Schieberegler auf die gewünschte Mindestlänge ziehen.
Die aktuelle Version von Docker wird mittels:
docker version
angezeigt, der aktuelle Status von Docker mit dem Befehl:
systemctl status docker